Tag 3 – In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?

Tag 3 – In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?

Es wurde diskutiert, denn..

in Deutschland wird geschlemmt. Auf Kosten von Regenwäldern, Gewässern, Tieren, Menschen, dem Klima weltweit…

Es braucht dringend Alternativen zu einem System, das unser aller Lebensgrundlage zerstört.

Nach 100% regionaler Vorsuppe wurde heute im Rahmen der Regio Challenge diskutiert:

  • Was sind die Mechanismen, die Ausbeutung und Naturzerstörung verstetigen?
  • Welche Prinzipien und Konturen bräuchte eine wirklich solidarische und ökologische Wirtschaft?
  • Was sind konkrete Konzepte und gelebte Praxen solidarischen und ökologischen Wirtschaftens?
  • Was steht deren Umsetzung im Wege?
  • Was können und wollen wir konkret tun?

Es braucht gelebte Praxen auf regionaler Ebene, die nicht auf Warenlogik, Mehrwertabschöpfung und Entfremdung sowie auf der Bereicherung weniger zum Leide vieler beruhen.

Wie können diese konkreten, alltägliche oder politische Aktivitäten aussehen?

Wie können wir Halbinseln gegen den Strom bilden, auf denen wir in Wertschätzung und Vertrauen miteinander sowie in Verbundenheit mit den Tieren leben? Inseln auf denen wir uns selbst wieder eingebettet in unser Umfeld und als Teil der Natur begreifen?

Große Fragen! Große Herausforderungen!

Lasst uns anfangen. Hier und heute.

Während der Regio Challenge umschiffen wir zumindest im Kleinen den Markt und schenken und tauschen Lebensmittel hin und her. Wir bringen Koblauchzehen und Orangen-Verbene zur Nachbarin und freuen uns über einen Baum voller Birnen im Dorf oder eine Einladung zur regionalen Suppe für alle.

Wir knüpfen Netze, bauen Netzwerke und lernen die Menschen kennen, die in der Region Lebensmittel anbauen. Wir kochen zusammen und erleben, wie viel Freude es machen kann, Dinge gemeinsam zu tun. Wir sehen mit anderen Augen und lernen wieder Lebensmittel zu schätzen, an denen wir – übersättigt – und achtlos vorbeilaufen: Haselnüsse im Garten, Brombeeren am Wegesrand und regionale Öle aus der Umgebung.

Während der Challenge bekommen wir mehr Tranzparenz über den Anbau, die Verarbeitung und den Transport von dem, was wir essen, als über die Produkte, die wir normalerweise täglich zu uns nehmen. Was wissen wir eigentlich über die und wie wissen wir, wieviel Leid darin steckt?

Während der Challenge stellen wir uns die Frage, wie weit eigentlich eine Fahrraddistanz ist. Und erleben vielleicht, was es heißt, diese mit dem Rad abzufahren, um Roggen zu bekommen. Wie wertvoll so ein Roggen und wie viel Erdöl unnötig wird.

Die Regio Challege ist bestimmt keine Lösung und baut auch keine neue Gesellschaft. Aber sie versucht ihr möglichstes, um für eine lebenswerten, leckeren, zukunftsweisenden Halbinsel zu inspirieren.

 

 



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